Maxirock und Spitzentop

Hee ihr!

Sie geht den Seeweg entlang. Um ihre Beine schwingt ihr bodenlanger Rock, der Stoff streicht über ihre Haut, sacht. Es geht kein Lüftchen, alles steht still, die Luft so dick, als würde sie unter Wasser atmen.

Sie blinzelt gegen die Sonne, ihre Schritte gleichmässig, die Beine aber schwer.
Sie fragt sich einen Moment, warum die zwei Frauen, die vorbeigehen, sie so ansehen, schluckt trocken und seufzt. Es sind viele Menschen, hier am Seeufer. Sommer. Baden. Eis essen. 

Sie fühlt sich nicht sommerlich, sie fühlt überhaupt wenig, geht ihre Termine gedanklich durch, denkt an ihre To-Do-List und an die Arbeit. Sie denkt daran, dass es sie manchmal unglücklich macht – ihr Job. Dass es sie fast genauso unglücklich macht, wie es sie glücklich macht.

Sie fragt sich, warum sie nicht irgendwo in einem Grosstaumbüro arbeitet, sieht auf den See raus und schiebt diesen Gedanken wieder beiseite und lächelt darüber, weil sie weiss, dass sie das nie wollte.

Sie denkt an dieses Mädchen, das sie gerade betreut, das eigentlich schon eine Frau ist – wie sie – doch ‚eigentlich‘ ist ein schwererklärbares Wort und eigentlich ist nun ja auch die Zeit für baden und Eis essen. Eigentlich ist nun Sommer.

Sie schiebt sich ihre Haare über die Schultern und aus dem Nacken, in Gedanken bei diesem Mädchen und einen Moment lang glaubt sie fast, neben ihr herzugehen. Gerne möchte sie sie jetzt fragen: „Fühlst du den Sommer auch nicht?“, wird dies aber nie tun, dutzt sie nicht und spricht überhaupt wenig, hört zu und versucht zu verstehen, was für Gedanken in ihr schlummern, wenn sie am See entlang geht und welche Gefühle sie begleiten, welche Sorgen. Versucht sie zu sehen.

Wer ist sie, dieses Mädchen?
Was hat sie an diesen Punkt geführt? Was hat sie zu der Person gemacht, die sie heute ist?

Sie senkt einen Moment den Blick, geniesst es, die Augen zu entspannen, weil sie nun nicht mehr in die Sonne sieht und betrachtet ihre Füsse.

Ein Schritt. Zwei.

Die Wege, denkt sie, sind unergründlich. Als sie wieder hochsieht und merkt, wie türkis der See geworden ist, wie golden die Abendsonne, fühlt sie sich ein bisschen leichter. Taucht auf und atmet.

Sie weiss, warum sie diesen Job macht. Sie weiss es ganz für sich allein, tief drinnen. Sie findet nur die Worte nicht. Denn eigentlich – und ‚eigentlich‘ ist so ein schwererklärbares Wort – ist nun Sommer.
Zeit für lange Spaziergänge und für Abende im Sonnenlicht.

Heute zeige ich euch meinen neuen Rock, den ich mir bei Stradivarius bestellt habe. Zusammen mit den Schuhen, die ich bei diesem Post getragen habe.
Ich mag die Knopfleiste, die Farbe und die Länge.
Kombiniert habe ich den Maxirock mit einem kurzen Spitzentop, Sommersandelen, einer Bucket-Bag und mit ein wenig Schmuck. Ich konnte es nicht lassen, mal wieder ein bisschen mit meinen Haaren herumzuexperimentieren und dabei ist diese Frisur hier entstanden.
Wie gefällt euch mein Look?

 Rock von Stradivarius: hier

T-Shirt von Zebra: ähnliches hier
Tasche von H&M: ähnliche hier
Schuhe von Stradivarius: hier
Armband von Bijou Brigitte: ähnliches hier
Ohrringe von H&M: ähnliche hier

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