Sommerkleidchen und Rebecca Minkoff

“Freust du dich eigentlich?”, fragt er und dabei lächelt er sie durch den Rückspiegel hindurch an. 
Sie holt einen Moment Luft, all die Gedanken – sie sind wieder da. Wie ungeliebte Post. Man kann sie in den tiefsten Winkel der Schublade verstauen, irgendwann stolpert man doch wieder darüber.

Sie zuckt mit den Schultern, antwortet irgendetwas, erklärt sich. Sucht Begründungen, wühlt zwischen den Argumenten, rational und erwachsen. Schrecklich erwachsen.

Er lacht ein bisschen. “Du denkst zu viel. Du machst dir zu viele Sorgen”, sagt er und sie nickt, stimmt zu und lacht auch. 
Als sie aus dem Fenster sieht, merkt sie, dass die vorbeisausende Umgebung unscharf ist.

“Freust du dich eigentlich?”, seine Frage hängt in der Luft, in ihren Gedanken. Wie ungeliebte Post. Man kann sie in den tiefsten Winkel der Schublade verstauen, irgendwann stolpert man doch wieder darüber. 
Sie wischt sich die Tränen vom Gesicht und als ihr sein Blick im Autospiegel begegnet, lächelt sie ein bisschen, auch wenn sie weint. Sie weiss, was er denkt. Es ist nicht wie früher. Nicht wie früher, als er ein Pflaster auf das aufgeschlagene Knie kleben konnte, ein Reimlied singen konnte. Es ist nicht wie früher – er kann sie nicht mehr so schnell ablenken, kann sie nicht beschützen.

“Du denkst zu viel. Du machst dir zu viele Sorgen”, denkt er. Sucht nach Argumenten, rational und erwachsen. Schrecklich erwachsen.

Sie sieht aus dem Fenster, weint noch immer und lächelt nicht mehr. 

“Alles wird gut”, will er sagen. Ein Pflaster will er aus der Jackentasche ziehen und auf die schmerzende Seele kleben. 
Pflaster kleben nicht auf Seelen. Und Herzen altern nicht. Sind nicht erwachsen. Er weiss das. Und sie weiss es auch, deshalb schweigen sie.

“Alles wird gut”, will er sagen. Doch sie ist zu erwachsen.

“Freust du dich eigentlich?”

Hee ihr!
Heute habe ich ein Sommerkleidchen für euch, das schon ewig lange in meinem Besitz ist und das ich jedes Jahr gerne wieder aus den Untiefen meines Kleiderschranks herauskrame. Weil es leicht ist und farbig und weil ich unendlich viele Erinnerungen daran knüpfe. Die Farben sind nicht mehr so bunt und strahlend wie einst und der Stoff schon ein bisschen aufgeraut.
Es spielt keine Rolle. Nicht für mich.
Mein Herz hängt daran. Und Herzen altern nicht.
Kombiniert dazu habe ich meine Rebecca Minkoff Tasche, die ich ja sehr liebe und Flashtattoos. Sandalen und der Blumenkranz machen ein sommerliches Outfit aus wenigen Einzelstücken. Dass beim Fotografieren die Sonne gefehlt hat – nun, man kann nicht immer alles vorausplanen. Manchmal ist es eben auch stürmisch.
Wie gefällt euch mein Look? Habt ihr auch so ein altes Lieblingsstück, das ihr immer wieder herauskramt?

Kleid (alt): ähnliches hier
Sandalen von Mango: ähnliche hier und hier
Blumenkranz: ähnlicher hier
Tasche Rebecca Minkoff: hier
Flashtattoos: ähnliche hier

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