Im Mantel durch verregnete Herbsttage

Im Moment denke ich oft über Träume nach. Nicht über Träume wie die, die man hat, wenn man schläft – sondern über diese andere Art von Träumen – über Tagträume. Über Wunschvorstellungen – von anderen, von einer neuen Welt – aber vor allem über Wunschvorstellungen von sich selbst.

Als sie sich umdrehte, stolperte ihr Traum-Ich gerade ungelenk über das Gelände und Regen und Wind ließen das Bild seltsam verzerrt aussehen. Ihr Herz setzte einen Schlag aus – vielleicht waren es sogar zwei. Verzerrt.
Fast fühlte es sich an, als wären sie sich ganz nahe, obwohl sie so weit entfernt waren. Sie wünschte, es wäre so.

Ich hatte schon immer ganz viele Träume. “Wenn ich gross bin, dann” – ein Satz, der zu meinem Standartrepertoire gehört hat. Mein Leben lang. Und auch heute noch.
“Wenn ich die Ausbildung abgeschlossen habe, dann…” Wenn. Wenn das Wörtchen ‘wenn’ nicht wär. “Wenn ich mal wieder mehr Zeit habe, dann…”

Sie legt den Kopf in den Nacken, als die ersten Tropfen fallen, breitet die Arme aus und dreht sich einmal um sich selbst – es kann sie niemand sehen, da sind nur sie und die Regentropfen. Sommerregentropfen, Sommer, der ihr direkt auf die Haut prasselt. Etwas weiter hinten geht ein Mädchen, merkt sie. Sie sieht aus wie sie, doch sie hat den Kopf gesenkt und scheint tief in Gedanken. Sie tanzt nicht. Verkehrte Perspektive.
Fast fühlt es sich an, als wären sie sich ganz nahe, obwohl sie so weit entfernt sind. Sie wünscht sich, es wäre so.

Ich hatte schon immer viele Träume. Meistens fühlten sie sich nahe an. So nahe, als könnte ich sie berühren, so nahe als sei ich nur einen Wimpernschlag von ihnen entfernt, als müsste ich nur die Hand nach ihnen ausstrecken.

Als könnten wir uns die Hand reichen, um gemeinsam über das Gelände zu stolpern. Als könnten wir zusammen durch den Regen tanzen.

Heute fühlen sie sich weiter weg an. Zumindest manche von ihnen.
Im Moment denke ich viel über Träume nach. Über nahe. Und über ferne.

Hee ihr!
Im Moment haben wir immer ein bisschen Unglück mit dem Wetter. Immer dann, wenn wir Zeit hätten zu fotografieren, verschwindet die Sonne hinter Wolken und es beginnt zu regnen. Und immer dann, wenn ich oder mein Bruder arbeiten, kriecht die Sonne plötzlich hervor und der September zeigt seine goldenen Seite.
Da hilft nur Zähne-zusammen-beissen und den Regen weglächeln. Immerhin trage ich meine Outfits sonst auch nicht nur bei Sonnenschein und von daher habe ich natürlich auch Regenkombinationen in meinem Schrank. Ich hoffe, dass euch die paar Regentropfen auf meinen Fotos nicht stören – und dass trotz der grauen Kulisse genug Farbe da ist, um ein bisschen Stimmung in die Bilder zu bekommen.
Vielleicht erwische ich beim nächsten Outfit ja doch wieder etwas Sonne.

Diese Kombination ist wieder einmal eine super Alltagskombi, die ich jeden Tag tragen könnte. Jeans und Bluse sind für mich sowieso absolute Every-day-Stücke und der hübsche Mantel und Hut peppen das Outfit dann ein bisschen auf. Ich liebe übrigens die Farbe der Bluse. Das Rostrot ist wirklich ein Traum. Ihr findet sie aktuell bei H&M. Übrigens kommen fast alle meine Stücke von H&M, wie mir gerade aufgefallen ist. Ausnahme bilden lediglich die Tasche und die Jeans.
Wie gefällt euch das Outfit? Und wie seht ihr das – besser wieder mehr Sonnenfotos?

Bluse von H&M: hier

Mantel von H&M: hier
Jeans von Clockhouse: ähnliche hier
Tasche von Mango: ähnliche hier
Hut von H&M: ähnlicher hier
Slippers von H&M: ähnliche hier
Ohrringe (alt): ähnliche hier

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