Kariertes Hemd und Bordeaux

Es trifft sie ein kleines bisschen unerwartet (wirklich?), ein kleines bisschen aus dem Nichts und einen Moment lang weiss sie nicht, was sie damit anfangen soll, wie sie es einordnen soll.

Langsam wiegt sie die Kette in ihren Händen, dreht sie zwischen den Fingern, betrachtet die kleinen Holzperlen. Nicht ihr Geschmack – war es nie, glaubt sie, dennoch trifft es ihr Herz. Kleine Stiche, leise und nicht tief.

Einen Moment ballt sie die Hand um die Kette zur Faust und lässt die Gefühle zu. Die Kälte. Die Furcht. Die Wut. Als sie die Faust ein bisschen lockert, bleibt Trauer. Es bleibt immer Trauer.
Noch immer. Auch sieben Jahre nach ihm noch.

Sie betrachtet die Kette erneut, ist erstaunt darüber, dass sie sie überhaupt noch hat. Ist erstaunt, dass sie einfach wieder auftaucht – in ihrem aufgeräumten Leben. Dass er wieder auftaucht. Sie fragt sich einen Moment, ob ihr die Kette überhaupt noch gehört – nicht nur, weil es sein Geschenk an sie war, als es noch ein er und sie gab, sondern auch, weil sie nicht weiss, ob sie überhaupt noch sie ist.

Sie wirft die Kette in den Mülleimer und lässt die Gefühle zu. Die Kälte. Die Furcht. Die Wut. Als sie tief durchatmet und sich anderen Sachen widmet, bleibt Trauer. Es bleibt immer Trauer.

Es wird Zeit, loszulassen.

Hee ihr!
Heute habe ich ein Outfit für euch, das wohl zu meinen meistgetragenen Kombinationen gehört und viele meiner Lieblingsstücke vereint. Zum einen wäre das mein kariertes Hemd, das ich über alles liebe, dann auch mal wieder meinen bordeauxfarbenen Hut, eine enge, dunkle Jeans und meine liebsten Cut-Out-Boots.
Die Kombination ist wunderbar alltagstauglich, ich liebe die Farben und dank des seidigen Stoffes des Hemds finde ich, dass sie dennoch ein bisschen chic aussieht. Wie gefällt euch das Outfit? Zu unverschnörkelt oder würdet ihr es tragen?
Die Bilder sind übrigens in Ulm entstanden und mal wieder kann ich nur betonen, was für eine wunderwunderschöne Stadt das ist. Ich liebe sie wirklich und kann jedem nur ans Herz legen, bei Gelegenheit einen Abstecher dahin zu machen und das Fischerviertel zu besuchen.
Es war nun das zweite Mal, dass ich in Ulm war und schon beim ersten Mal mussten mein Bruder und ich die Traumkulisse nutzen, um Fotos zu schiessen. Zu den Posts findet ihr hier und hier.
Wart ihr schon einmal in Ulm? Seid ihr auch so angefressen?

 Bluse von Bonaparte: ähnliche hier
Gewachste Jeans von Mango: hier
Jäckchen von Tchibo: ähnliches hier
Tasche von Mango: hier
Hut von H&M: hier
Cut-Out-Boots von La Redoute: ähnliche hier
Kette und Ohrringe von H&M: ähnliche hier und hier

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23 Kommentare

  1. Bordeaux ist meine liebste Herbstfarbe und du siehst einfach total klasse darin aus.
    Und dein Text.. einerseits weiß ich nichts damit anzufangen, andererseits berührt er mich total.
    Kannst du den weiterschreiben, bitte?
    LIebste Grüße
    Ruth

  2. Ich mag den Text am Anfang. Loslassen ist so schwierig, aber wenn man den Schritt dann mal 'gewagt' hat, merkt man, wie gut es einem danach dann doch geht!!
    Das sind super schöne Fotos und ein tolles Outfit! 🙂

    Liebe Grüße, Viola

  3. Das Outfit ist echt hübsch und die Kombi gefällt mir sehr gut. Ich mag bordeaux und schwarz momentan auch sehr, sehr gern.
    Sehr gut gefällt mir auch die kleine Geschichte am Anfang deines Beitrags. Mach weiter so 🙂

    Liebe Grüße
    Julia

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