Fransenweste und Indiana Jones

 Wir könnten Helden sein.

Als sie den Song im Radio hört, seufzt sie ein bisschen und stellt den Scheibewischer etwas schneller, weil der Regen ihr jede Sicht auf die Strasse nimmt. Es ist bereits halb zwölf Uhr in der Nacht, sie ist auf dem Heimweg und der Spätdienst lastet noch auf ihren Schultern. Kurz drängt sich ihr ein Bild auf, doch sie schiebt es zur Seite, denn sie hat Feierabend und sie weiss, wenn sie es jetzt nicht tut, wird es sie bis nach Hause verfolgen.

Wir könnten Helden sein.

Sie weiss nicht, warum sie über diese Zeile des Liedes stolpert, aber sie stellt das Radio ab und fährt einen Moment durch die Stille der Nacht, lenkt den Wagen sicher durch die Kurve. Ihre Gedanken erscheinen ihr nun seltsam laut – selbst dann, wenn sie gar nichts denkt – und sie fragt sich, ob sie das Radio wieder einschalten soll. Rastlos. Sie fühlt sich rastlos. Wieder drängt sich ihr ein Bild auf, sie schiebt es resolut beiseite, konzentriert sich auf die Strasse.

Wir könnten Helden sein.

Es ist Donnerstagabend und sie hat einen normalen Tag hinter sich und sie fühlt sich nicht besonders heldenhaft, als sie sich fragt, ob sie echt alles Wichtige dokumentiert hat, bevor sie gegangen ist. Auch diesen Gedanken schiebt sie beiseite – denn sie weiss, dass sie nun, wo sie schon auf dem Heimweg ist, nichts mehr daran ändern kann, wenn sie etwas vergessen hat.

Der Alltag sitzt ihr irgendwie im Nacken und als sie einen Moment an einer Kreuzung hält und weit und breit das einzige Auto auf der Strasse ist, lässt sie das Lenkrad los und atmet tief durch.
Helden denkt sie und fragt sich, warum es im echten Leben nur so schwierig ist, ein Held zu sein. Sie fragt sich auch, ob sie das überhaupt sein möchte – ein Held.

Dann zuckt sie mit den Schultern, greift nach dem Lenkrad und stellt das Radio wieder an, bevor sie weiterfährt.

Wir könnten Helden sein. Wir müssen zum Glück ja nicht.

Hallihallo ihr Lieben!
Das Outfit, das ich euch heute präsentiere – damit habe ich das Rad sicherlich nicht neu erfunden. Nicht nur, dass es keine besondere Kunst ist, eine Weste zur einfachen Bluse und einer Jeans zu kombinieren – ich habe euch mit dieser Weste bereits im Frühling so ein Outfit gezeigt.
Nichtsdestotrotz habe ich mich entschieden, euch diesen Look zu zeigen. Nicht nur, weil ich meine Fransenweste einfach mag – und sie euch gerne zeige (hier Outfit Nr. 1, hier Outfit Nr. 2), sondern auch, weil es eine Kombination ist, die mich irgendwie zum Schmunzeln gebracht hat.

Mein Bruder hat, als er die Fotos gesehen hat, nur einen Kommentar für mich übrig gelassen: “Du siehst ein bisschen aus wie ein weiblicher Indiana Jones.”

So. Und hier bin ich nun also. Gehüllt in ein Outfit, das einer typischen Alltagskombination entspricht und dennoch – erstaunlich heldenhaft alias Indiana Jones.
Was meint ihr? Wie gefällt euch die Kombination?

Hut von H&M: ähnlicher hier
Fransenweste von Zara: ähnliche hier
Tasche von Mango: hier
Gewachste Jeans von Mango: hier
Hemd von H&M: ähnliches hier
Boots von Primark: ähnliche hier

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