Rotes Kleid und Polkadots zu Overknees

Du weisst, dass er weiss, dass du es nicht so meinst, wie du es sagst. Du weisst aber auch, dass es dennoch wehtut – ein bisschen. Du kannst die Worte trotzdem nicht zurückhalten, du kannst einfach nicht – du musst deinen Gefühlen Platz machen, du musst fluchen und bocken und den Stachel ausfahren.
Du fühlst dich danach nicht gut. Das tust du nie. Und du weisst nicht, warum du so bist.
Du weisst, dass sie weiss, dass du sie trotzdem gern hast. Du weisst aber auch, dass es dennoch wehtut – ein bisschen. Du kannst die Worte trotzdem nicht zurückhalten, du kannst einfach nicht – du musst ehrlich sein, du musst kritisieren und sticheln und Salz in die Wunde streuen.
Du fühlst dich danach nicht gut. Das tust du nie. Und du weisst nicht, waurm du so bist.
Du weisst, dass sie weiss, dass du dich nur in deinem Tonfall vergreifst, dass es nicht so hart klingen soll. Du weisst aber auch, dass es dennoch wehtut – ein bisschen. Du kannst die Worte trotzdem nicht zurückhalten, du kannst einfach nicht – du musst es mit Nachdruck sagen, du musst betonen und kleinmachen und auf dein Recht beharren.
Du fühlst dich danach nicht gut. Das tust du nie. Und du weisst nicht, warum du so bist.
* * *
Es ist eine Woche später, als ihr im Auto sitzt, laut Musik hört – du auf dem Rücksitz und er vorne. Er zwinkert dir durch den Rückspiegel zu – du zwinkerst zurück – und du weisst, dass er dich dennoch gerne hat – und dass er besser darin ist als du. 
 Es sind ein paar Tage vergangen, als ihr zusammen den Fernseher einschaltet und diese extrem kitschige Serie anschaut, beide Tränen lacht und für den gleichen Schauspieler schwärmt, als sie versucht, ihren speichelnassen Finger in dein Ohr zu drücken und – mein Gott, wie du das hasst – ihr noch mehr lachen müsst. Und du weisst, dass sie dich dennoch gerne hat – und dass sie besser darin ist als du.
Es ist gerade mal eine Stunde später, als ihr beide die Köpfe zusammengesteckt habt und feixend über den nächsten Plan redet. Du sagst etwas, das sie zum lachen bringt und sie hebt die Hand und du schlägst ein – ein HighFive, das absolut lächerlich aussieht, sich aber nicht so anfühlt. Und du weisst, dass sie dich dennoch gerne hat – und dass sie besser darin ist als du.
Verziehen und vergessen. Danke dafür. 

“Schon wieder gemusterte Strumpfhosen und Rot?” werden sich jetzt vielleicht ein paar von euch denken. Ich muss zugeben, dass ich momentan – auch ausserhalb des Blogs – ziemlich unkreativ in Sachen Outfit bin. Am liebsten trage ich gerade Rot – als Pullover, Cardigan, als Kleid oder als Rock (egal eigentlich, hauptsache Rot) – zu gemusterten Strümpfen. Warum, das weiss ich gerade selbst nicht so genau.
Auf jeden Fall kriegt ihr jetzt also das zweite Mal gemusterte Strumpfhosen und das ich-weiss-nicht-zum-wievielten-Mal Rot in kurzer Zeit zu sehen. Ich hoffe, das Outfit gefällt euch dennoch.
Dazu kombiniert habe ich das hübsche Kleidchen von Mango, das ich gerade im Sale für 19.90 Euro  ergattern konnte und schon jetzt heiss und innig liebe (echter Kauftipp!) und meine liebsten Overknees, um dennoch nicht zu frieren, denn am See hat ein zügiges Windchen geweht.
Wie gefallt euch das Outfit? Und was haltet ihr eigentlich von Musterstrumpfhosen? Zu gewagt für den Alltag oder tragt ihr sie auch ganz gerne?

Jäckchen von Only: hier
Kleid von Mango: hier
Tasche von Mango: ähnliche hier
Uhr von Daniel Wellington: hier
Strümpfe von Calzedonia: hier
Overknees von Asos: hier

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16 Kommentare

  1. Ich guck mir gern noch ein paar solche Rot-Outfit-Posts an. Das steht dir immer ausgezeichnet.
    Und ich finde Musterstumpfhosen gehen definitiv auch im Alltag ganz gut, wenn das Muster jetzt nicht komplett extravagant ist.
    Liebe Grüße Ela

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